Was Imker entdecken, wenn sie einen Bienenstock zu spät öffnen
Ein Bienenstock verrät dem Imker, was passiert ist – nicht, was gerade passiert. Schwärmen, Königinnenverlust und Verhungern sind bei der Inspektion sichtbar. Doch jede Inspektion stört das Volk, weshalb sie nur alle ein bis zwei Wochen stattfindet. Was am dritten Tag schiefging, wird so erst am zehnten Tag entdeckt.
Das Inspektionsparadoxon ist der Kern der Botschaft: Nur durch Hinsehen erfahren Sie, was los ist. Doch jede Inspektion belastet das Bienenvolk und kostet Sie einen ganzen Tag Fahrt durch Ihre Bienenstände. Kommerzielle Imker wissen das. Deshalb ist dies eine Botschaft, keine Erklärung. Was niemals in die Veröffentlichung gelangen sollte, sind biologische Behauptungen: Was eine Gewichts- oder Temperaturänderung für ein bestimmtes Volk bedeutet, ist das Urteil des Imkers. Dies als Erkennungsversprechen darzustellen, wird in der ersten Saison auf die Probe gestellt.
Sechs Szenen beleuchten die Saison: die Fahrt zwischen den Bienenständen, den Bienenstock, der vor neun Tagen geschwärmt hat, das sich ändernde Signal vor dem Ereignis, den Alarm, der die Tagesroute umleitet, die gesamte Saison auf einen Blick über alle Völker hinweg und den nächsten Schritt.

