So erzeugt ein Wasserturm Druck
Ein Wasserturm erzeugt Druck allein durch seine Höhe. Alle zehn Meter Höhenunterschied erhöhen den Druck am Wasserhahn um etwa ein Bar. Ein Tank, der vierzig Meter über einer Stadt steht, liefert dem Netz also etwa vier Bar, ohne dass eine Pumpe läuft. Der Turm wird nachts langsam gefüllt, wenn der Bedarf und die Strompreise niedrig sind, und entleert sich dann tagsüber durch die Schwerkraft.
Dieser einfache Mechanismus erklärt die häufigsten Fragen an Versorgungsunternehmen: Warum der Druck bei einem Stromausfall erhalten bleibt, warum der Turm auf dem höchsten Punkt und nicht neben der Aufbereitungsanlage steht und warum ein scheinbar immer voller Turm tatsächlich täglich be- und entleert wird. Was in die Akten und nicht in die Öffentlichkeit gehört, sind netzwerksicherheitsrelevante Informationen: Zugangspunkte zu Speichern, Ventilstandorte und Speichervolumen an bestimmten Orten sind Details, die ein Versorgungsunternehmen nicht öffentlich machen sollte.
Diese Vorlage erklärt den Mechanismus in sechs Szenen: zwei davon, wie Höhe allein Druck am Wasserhahn erzeugt; eine zum nächtlichen Füllen und täglichen Entleeren; eine, warum der Turm die Versorgung aufrechterhält, wenn Pumpen ausfallen; eine, was bei Spitzenlast passiert; und eine, warum manche Netze stattdessen Pumpen und Druckbehälter verwenden.

