Was lauter Schall im Innenohr anrichtet
Laute Geräusche schädigen das Gehör, indem sie die Haarzellen im Innenohr zerstören – und diese Zellen wachsen nicht nach. Schäden beginnen bereits bei etwa 85 Dezibel über einen Arbeitstag hinweg. Dabei halbiert sich die sichere Expositionszeit für jeweils drei Dezibel mehr. Ein Konzert oder ein Elektrowerkzeug erreicht diese Grenze in Minuten statt in Stunden.
Die Endgültigkeit ist entscheidend, denn die frühen Stadien sind schmerzlos und scheinbar reversibel. Ein Klingeln nach einem Konzert verblasst, das Gehör scheint zurückzukehren, doch der Verlust sammelt sich still in den für Sprache genutzten Frequenzen an, bis er sich Jahrzehnte später als Schwierigkeit, einem Gespräch in einem lauten Raum zu folgen, bemerkbar macht. Individuelle Beurteilungen – wie die Interpretation von Audiogrammen und spezifische Ratschläge zum Gehör einer Person – gehören in die Hände eines Audiologen.
Sieben Szenen erklären dies: eine darüber, wie Schall zu einem Signal wird; eine über Haarzellen und die Endgültigkeit des Schadens; eine über die Dezibelskala und die Drei-Dezibel-Regel; zwei darüber, wo die Grenze im Alltag tatsächlich überschritten wird; eine über frühe Symptome, die man beachten sollte; und eine über Schutzmaßnahmen, die Menschen wirklich anwenden werden.

