Was Vertical Farming für Land eintauscht
Vertical Farming tauscht Land gegen Energie. Indem Anbauflächen in Innenräumen übereinander gestapelt werden, entfällt der Bedarf an großer Fläche und die Abhängigkeit vom Wetter. Sonnenlicht und natürliche Belüftung werden durch elektrisch betriebene Beleuchtung und Klimatisierung ersetzt. Ein Gewächshaus nimmt die entgegengesetzte Position ein: mehr Land, deutlich weniger Energie und eine von den Himmelsbedingungen geprägte Saison.
Betrachtet man es als Tauschgeschäft statt als Technologie-Wettbewerb, wird der Vergleich entscheidbar. Die Frage ist, welcher Input am Standort der Anlage knapp und teuer ist. Die Antwort darauf unterscheidet sich grundlegend zwischen einem Stadtrand und einer Agrarregion. Eine Sache sollte man zurückhalten: Kapital- und Ertragsprognosen. Baukosten und Ertrag pro Quadratmeter sind die Zahlen, die Investoren am genauesten prüfen werden. Sie gehören ins Modell, nicht in ein Video.
Sieben Szenen beleuchten diesen Kompromiss: eine zum Kerntausch Land gegen Energie, zwei dazu, welche Kulturen sich unter Indoor-Bedingungen lohnen und welche nicht, eine dazu, wie die Marktnähe die Kalkulation verändert, eine zu den Unterschieden bei Arbeit und Automatisierung, eine zum Risikoprofil jeder Option und eine zur entscheidenden Frage für einen spezifischen Standort.

