Was ist ein Schlafzyklus?
Schlaf ist nicht gleich Schlaf. Eine Nacht gliedert sich in Zyklen von etwa neunzig Minuten. Jeder Zyklus bewegt sich vom Leichtschlaf über den Tiefschlaf in die REM-Phase. Tiefschlaf dominiert die frühen Zyklen, REM-Schlaf die späteren. Deshalb entfällt beim Kürzen der letzten zwei Stunden der größte Teil des REM-Schlafs und nicht nur ein Fünftel der gesamten Schlafzeit.
Diese Asymmetrie ist ein wichtiger Punkt, der vermittelt werden sollte, denn sie zeigt, was eine verkürzte Nacht wirklich kostet. Ein Student, der nur fünf Stunden schläft, verliert nicht nur einen proportionalen Anteil an Erholung. Er verliert die spezifische Phase, die am stärksten an der Konsolidierung des Gelernten beteiligt ist. Klinische Themen wie Schlafstörungen, Medikamente oder individuelle Ratschläge gehören jedoch in die Hände von Gesundheitsexperten und nicht in ein Lehrvideo.
Die Vorlage gliedert die Nacht in sechs Szenen: eine zur Zyklusstruktur und -länge, zwei zu den Vorgängen im Tiefschlaf und REM-Schlaf, eine zur Verschiebung des Gleichgewichts im Laufe der Nacht, eine dazu, was eine kurze Nacht tatsächlich entzieht, und eine zu Gewohnheiten, die die späteren Zyklen schützen.

